ZEIT FÜR EINE AUSZEIT

Unterwegs im Spiegel der Schöpfung

Wir wandern auf dem Lebensweg durch innere Jahreszeiten. Übergänge und Schwellen fordern uns heraus: Krisen, Abschiede, Neuanfänge. Franz von Assisi hat alle wichtigen Entscheidungen  „draußen“ getroffen. Unterwegs.

Auf dem franziskanischen Weg ist die Schöpfung Lehrerin und Therapeutin. Dabei geht es nicht um ein Wildnis- oder Überlebenstraining. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf einen inneren Weg zu begeben: Die Zeichen und Symbole des inneren Weges spiegeln sich in der äußeren Welt.

TALK YOUR WALK

Die Auszeiten der Lebensschule bieten die Möglichkeit, den Dingen für sich auf den Grund zu gehen und den eigenen Standort zu bestimmen. “Talk your walk” bedeutet dabei, die eigenen Erfahrungen im Kreis zu erzählen und auf diese Weise zu reflektieren.

WALK ALONE

Einen Tag lang die gewohnte Welt verlassen und in eine wilde Welt eintauchen. Sich mit dem gerade aktuellen Lebensthema auf den Weg machen in die Schöpfung auf der Suche nach Antworten und Orientierung.

Der Tag beginnt in der Gruppe der Wanderer, dann geht jeder und jede eine Zeit lang für sich (Walk alone). Nach der vereinbarten Zeit kehren alle Wanderer wieder in den Kreis zurück und es ist Zeit, die Erfahrungen und Geschichten zu teilen und zu spiegeln.

Dauer: ca. 9.30 – 17.00h

Sa, 1. Juli 2017

Morgenbachtal, Binger Wald, Trechtingshausen

INFOS & ANMELDUNG

24 STUNDEN SOLO

So wie Franz von Assisi haben sich schon immer Menschen in die Schöpfung begeben, um die eigene Situation besser zu verstehen und die eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen, die eigene Berufung zu erkennen, die Beziehung zu anderen zu klären, mehr Sicherheit auf dem persönlichen Lebensweg zu finden und um schließlich Entscheidungen aus innerem Wissen heraus treffen zu können.

Das 24-Stunden-Solo bietet einen sicheren Rahmen, um sich einem aktuellen Lebensthema zu stellen. Nach der Vorbereitung in der Gruppe (Übernachtung innen möglich), verbringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine 24stündige Auszeit in der Natur, alleine, fastend und ohne die üblichen vier Wände. Anschließend kommt die Gruppe zur Nachbereitung wieder zusammen.

Dauer: 6 Tage,  Dienstag bis Sonntag

13.-18. Juni 2017

Vorarlberg, Österreich

INFOS & ANMELDUNG

QUEST – VISIONSSUCHE

4 Tage und 4 Nächte allein in der Wildnis.

Es gibt Zeiten in deinem Leben, da ist es nötig alles hinter dir zu lassen.
Zeit, hinauszugehen und mit Gott alleine zu sein, mit der Natur, mit ihren Wesen.
Und an diesem einsamen Platz ist der Held oder die Heldin,
der Suchende oder Pilger alleine mit den Wesen der Natur.
Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau,
erhält wie ein Geschenk Antworten, Klarheit, eine Vision,
die er mit zurücknimmt zu seiner Gemeinschaft,
auf dass sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weitergeht.

STEVEN FOSTER

Der Kern der Quest/Visionssuche ist eine Solo-Auszeit von 4 Tagen und 4 Nächten alleine, fastend und ohne trennende Wände zwischen dem oder der Suchenden und der Natur. Eine Erfahrung, die auch Franz von Assisi und seine Gefährten ganz ähnlich gesucht haben. Franz von Assisi wollte einmal – wie Jesus – eine Auszeit in der Wildnis verbringen und ließ sich dafür auf eine unbewohnte Insel bringen.

„Da es dort keine Behausung gab, in die man sich hätte zurückziehen können, kroch Franziskus in eine dichte Hecke, die viel Schlehdorn und Buschwerk hatte und so etwas wie eine kleine Hütte oder einen Unterschlupf bildete. An diesem Ort widmete er sich dem Gebet und der Betrachtung himmlischer Dinge. Er verweilte dort die ganze Fastenzeit, ohne etwas zu essen und zu trinken“, heißt es in den Fioretti (7,7-8).

Eine Quest/Visionssuche kann daher als „große franziskanische Exerzitien“ bezeichnet werden, auch wenn dieses Ritual nicht aus Europa stammt, sondern in den USA von Steven Foster und Meredith Little in der School of Lost Borders vor dem Hintergrund der Tradition der nordamerikanischen Ureinwohner entdeckt und entwickelt wurde.

Die Bezeichnung Quest deutet auf die europäischen Wurzeln der Visionssuche: Quest bedeutet „Forschung“ oder „Suche“.

Quest bezeichnet ursprünglich die Heldenreise wie z.B. die Suche nach dem heiligen Gral, bei der es auch um die innere Reinigung und Reifung des Questers, des Helden, geht.

Übergangsriten wie die Visionssuche sind in allen Kulturen und Traditionen zu finden, weil initiatorische Prozesse eine menschliche Grundkonstante darstellen. Die Quest/Visionssuche ist eine moderne Form, um so einen Prozess bewusst zu gestalten.

Eine Quest/Visionssuche ist ein sehr tiefgehendes Ritual. Wer sich dieser Erfahrung aussetzt, tut es auf der Suche nach Antworten auf wichtige Lebensfragen. Das Ritual ist eine bewusste Gestaltung von und Auseinandersetzung mit Lebensübergängen vom Jugendlichen zum Erwachsenen, von der ersten Lebenshälfte in die zweite, Heirat oder Sterben/Tod, sowie Lebenskrisen (Trennung, Krankheit etc.)

Im Mittelpunkt steht die Erfahrung in der Auszeit. In einer Gruppe von max. 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird diese Auszeit vorbereitet mit einer Klärung der Absicht, praktischen Hinweisen und Sicherheitseinweisungen, sowie der Suche nach einem eigenen Platz. Nach der Rückkehr geht es um das Erzählen und die Reflexion der Erfahrungen in der Auszeit im Kreis der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Integration der Erfahrung in das eigene Leben und den Alltag.

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