Ich habe zuweilen von einem Lichte gesprochen,
das in der Seele ist,
das ist ungeschaffen
und unerschaffbar.
Dieses nämliche Licht pflege ich
immerzu in meinen Predigten zu berühren.
Und dieses selbe Licht nimmt Gott
unmittelbar, unbedeckt entblößt auf,
so wie er in sich selbst ist.
(Meister Eckhart)
 
Heute habe ich Johanniskraut geerntet. Einen Teil habe ich zum Trocknen aufgehängt. Daraus wird Räucherwerk. Ein paar Blüten habe ich in Öl und in Alkohol eingelegt. Das Öl hilft äußerlich bei Muskelschmerzen oder leichten Verbrennungen. Die Tinktur erhellt das Gemüt (nicht wegen des Alkohols ;-), denn das Johanniskraut wird seit Urzeiten als Heilmittel gegen Depressionen oder anders gesagt: "Dämonen" verwendet. 
Im Johanniskraut ist also praktisch das Licht der Sonne gespeichert, das uns in dunklen Stunden das Gemüt erhellen soll. Und so erinnert es an das göttliche Licht.
 

Pin It on Pinterest