Du wirst …

Manche betrachten die Zehn Gebote (Ex 20,1-6) als eine Art Hausordnung Gottes: Wir sollen dieses und jenes tun und anderes wiederum nicht. Und wer sich nicht dran hält, wird bestraft oder ausgeschlossen. Aber dieses Denken greift zu kurz. Es geht nicht darum, dass wir brave Mieter sind, so als wäre Gott der Hausmeister …

Ihr lieben Schafe …

Ihr lieben Schafe! Wie schön ist es, zu sehen, wie ihr den Herrn verherrlicht, indem Ihr immer beieinander bleibt und eine Einheit bildet. Aber, liebe Schafe, es reicht nicht, sich bloß als Teil der Herde zu fühlen und ganz darauf zu verlassen …

Spirituelle Fruchtbarkeit

Gestern unterhielt ich mich mit einer Frau aus der Gemeinde. Sie sei ein spiritueller Mensch, sagt sie. Sie habe Kontakt zu (ihren) Engeln. Aber die Bibel? Das sei ihr zu ernst. Und Franz von Assisi? Zu katholisch-kirchlich. Sie glaube an Jesus und an Gott, sagt sie. Wozu brauche sie die Bibel, fragt sie. Sie habe ihren eigenen Glauben. Und ich fürchte, das Evangelium von diesem Sonntag wird das nicht ändern. Im Gegenteil.

Frisch und unverkrampft

Es scheint sich so in Köpfe und Herzen eingebrannt zu haben, dass Religion und Spiritualität (und im Übrigen auch „Diät“) etwas damit zu tun haben, unser schwaches Fleisch zu besiegen und eine große Askese-Leistung zu vollbringen. Ein Missverständnis, finde ich …

Früchte des Heils

Die Geschichte von Zachäus, dem reichen Oberzöllner, kennt jedes Kind. Die Geschichte, die danach kommt, das „Gleichnis vom anvertrauten Geld“ (Lk 19,11-28), hat leider nicht Eingang in die Sonntags-Leseordnung gefunden. Der Text führt ein Schattendasein …

Deinen Spuren folgt Überfluss!

Kürzlich bin ich über Psalm 65 gestolpert: „Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt“ – im Fall des Hochwassers war es zu reichlich. Die gleiche Natur, die uns ernährt, kann uns auch auffressen. Wie passt das zusammen?

Glut unter der Asche

Alles ist vergänglich. Und das Leben ist tödlich. Das ist die Botschaft des Aschermittwoch. Und die Asche ist das Symbol dafür. Wie kann das Leben gut zu uns sein und dann frisst es uns doch auf?

Im Fluss

Ich frage mich, ob jenseits aller Geschäftigkeit, unter der Oberfläche von Gedanken und Plänen, Pflichten und Sorgen, ein tiefes Wissen darum liegt, wie und wer Gott ist?

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