»Ihr lieben Lämmer, Ihr kleinen Schwestern und Brüder!

Wie wunderbar hat Gott euch erschaffen. Mit eurer Sanftmut seid Ihr sein Abbild. Sagt nicht Johannes der Täufer: »Seht, das Lamm Gottes!« (Joh 1,36). Das ist oft missverstanden worden. Jesus ist nicht unser Sündenbock, sondern Gott ist Mensch geworden, damit niemals wieder jemand zum Sündenbock gemacht wird.

Unser liebes Ich sucht immer nach jemanden, den wir für unsere Schwächen und unerfüllten Bedürfnisse verantwortlich machen können. Dann sagen wir – meistens zu Menschen, die uns sehr nahe stehen: »Erst wenn Du Dich änderst, kann ich …« oder »Erst wenn Ihr mir die Anerkennung zollt, die ich verdiene, kann ich …« usw.

Aber so ist Gott nicht. Und erst wenn die alten Schuldscheine zerrissen sind wie der Vorhang dereinst im Tempel, können wir damit beginnen zu werden, wer wir wirklich sind. Ihr erinnert uns immer daran, dass auch unser wahres Selbst nie den Weg der Macht und der Kontrolle sucht, sondern den Weg des Friedens, der Einfachheit und der Hingabe.

Es dankt Euch dafür Euer kleiner Bruder Franziskus.«

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