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Wir tun den Schafen unrecht, wenn wir sie dumm nennen. Schafe können einfach alleine nicht glücklich sein und in Wahrheit geht es uns Menschen nicht anders. Schafe sind Einzelwesen wie wir und zugleich auch Teil einer größeren Einheit, nach der sich auch unsere Seele so sehr sehnt.

Hirte, Hund und Herde bilden ein Urbild von Gemeinschaft. Die Herde ist dabei nicht Ausdruck von Dummheit, sondern von Solidarität und Gemeinwohlsinn. Die Herde besitzt ihren eigenen „Spürsinn, um neue Wege zu finden“, wie Papst Franziskus schreibt (EG 31).

Christus ist „der gute Hirt“. Vielfach ist das falsch verstanden worden im Sinne eines triumphalistischen Konfessionalismus. Darum geht es nicht im Johannes-Evangelium. Christus ist der gute Hirt, der die ganze Welt im Innersten zusammen hält. Es geht dabei nicht darum, die anderen – womöglich noch gewaltsam – zur eigenen Überzeugung zu bekehren, sondern diesen inneren Zusammenhang aller und in allem zu entdecken und darin das Antlitz dieses allumfassenden Christus zu schauen.

Wer je das Antlitz dieses wahren Hirten geschaut hat, braucht keinen Nationalismus, Konfessionalismus oder sonstige Ismen, um die eigene Einsamkeit zu heilen.

„Dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.“ (Joh 10,16)
4. Sonntag der Osterzeit B

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