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»Das tiefste Bedürfnis des Menschen ist …, seine Abgetrenntheit zu überwinden und aus dem Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen«, sagt Erich Fromm. Das geht allerdings, so Fromm, nicht rückwärts ins Paradies zurück, sondern nur vorwärts: »Der Mensch kann nur vorwärts schreiten, indem er seine Vernunft entwickelt, indem er eine neue, eine menschliche Harmonie findet anstelle der vormenschlichen Harmonie, die unwiederbringlich verloren ist.«

Für Erich Fromm ist einzig »die Kunst des Liebens« die Lösung für das Problem. Allerdings geht es nicht nur um die Liebe zu irgendeiner einzelnen Person oder Sache, als könnte uns jemand oder etwas erlösen. Liebe ist für Fromm eine »Haltung«. Es geht um die Frage, wie wir uns »zur Welt als Ganzem« verhalten: »Wenn ich einen Menschen wahrhaft liebe, so liebe ich alle Menschen, so liebe ich die Welt, so liebe ich das Leben«. Diese Liebe schließt die Selbstliebe ein. Wer so liebt, hat »seine Abhängigkeit, sein narzisstisches Allmachtsgefühl, den Wunsch, andere auszubeuten, oder den Wunsch zu horten überwunden; er glaubt an seine eigenen menschlichen Kräfte und hat den Mut, auf seine Kräfte zu vertrauen«.

“Liebt einander!“ Joh 15,17
6. Sonntag der Osterzeit B

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