WALK ALONG

kontemplative Wanderung

Hambacher Forst

Samstag, 15. September 2018

Immer schon sind Menschen mit wesentlichen Fragen in die Natur gegangen. Die Schöpfung hilft, den eigenen Standpunkt zu klären und schafft Zugang zu innerem Wissen. Darum geht es beim Walk Along.

Gehen statt grübeln – vom Kopf in Füße. Das hat bei diesem Walk Along auch eine politische Dimension: Wir gehen in den Hambacher Forst, ein 12000 Jahre alter Wald, der kurz vor seinem Ende steht. RWE und das Land NRW wollen den letzten Rest des Waldes roden, um Braunkohle abbauen zu können für die Stromerzeugung.

Wir möchten nicht, dass der Hambacher Forst weiter gerodet wird. Wir empfinden Schmerz und Ohnmacht angesichts der sinnlosen Gewalt und einem Rechtsverständnis, das kein Herz kennt. Wir setzen ein friedliches Zeichen des Protests und der Widerstandes.

Wir treffen uns um 11.00 Uhr am Bahnhof Buir und wandern gemeinsam in den Hambacher Forst. Was uns dort genau begegnet und wie der Tag genau verlaufen wird, kann sich erst vor Ort zeigen. Es soll Gelegenheit geben, die Erfahrungen im Kreis austauschen.

Für unsere Vorfahren war die Natur nicht bloß eine schöne Kulisse. Die Schöpfung als „erste Bibel“ war schon immer ein Ort der Begegnung mit dem Göttlichen. Mose begegnete Gott in einem brennenden Dornbusch in der Wüste (Exodus 3). Jesus zog sich immer wieder an „einsame Orte“ zurück (Markus 1,35ff) und predigte in Naturgleichnissen (Lukas 12,24ff). Franz von Assisi sprach mit Tieren und Pflanzen und erfasste „mit dem scharfen Blick seines Herzens die Geheimnisse der Geschöpfe“ (1 Cel 81).

Wie konnten wir das vergessen? Was Menschen derzeit dem Planeten, unserer Erdenmutter, antun, ist Ausdruck einer Selbstvergessenheit: Wir zerstören uns selbst, nicht nur körperlich. Die Natur ist ein Spiegel der Seele, des Göttlichen, und wenn das wahr ist, können wir nicht still sitzen und zuschauen, wie unsere Seele verletzt wird. Vielleicht können wir nicht viel ausrichten. Vielleicht sind wir ohnmächtig. Dann trägt uns die Überzeugung, dass in der Ohnmacht Gott gegenwärtig ist. Es ist besser, der eigenen Verzweiflung in die Augen zu sehen und Ausdruck zu verleihen, als zu warten, bis Trauer in Wut und Wut in Gewalt umschlägt. Es ist Zeit aufzustehen.

WALK ALONG

  • Wanderung in den Hambacher Forst
  • Gespräch, Begegnung, Austausch
  • friedlicher Protest
  • wettergemäße Kleidung mitbringen
  • festes Schuhwerk

WANN?

Samstag 15. September 2018 11.00h – ca.17.00h

GASTGEBER

Jan Frerichs ofs EMAIL SCHREIBEN tel. 0170-9080707

WO?

Treffpunkt Banhof Buir

KOSTEN

keine

Kräuterkirche

Bahnhof Buir ROUTE BERECHNEN

ONLINE-ANMELDUNG

Anrede

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