Die Vorstellung, unsere gegenwärtige westliche Kultur komme ohne Religion aus, ist ein Missverständnis. Ganz im Gegenteil: Unsere Kultur IST religiös. Nicht mehr oder weniger als andere Kulturen. Jede Religion kreist im Grunde um wenige zentrale Themen und den Umgang mit ihnen: Essen und Trinken, Sex, weltliche Macht, geistliche Macht. Nahrung steht symbolisch für die Befriedigung unserer grundlegenden Bedürfnisse und auch für Wohlsein und Gesundheit. Wir sind zudem »Rudeltiere« und unsere Sexualität ist ein Ausdruck davon, dass wir nicht getrennt von anderen existieren können. Macht bezeichnet die Gestaltungsmöglichkeiten, die wir konkret hier und jetzt haben.

Wir müssen natürlich unterscheiden zwischen dem, was wir landläufig als »Religion« bezeichnen (vornehmlich die traditionellen religiösen Institutionen) und dem, was Ausdruck unserer Überzeugung ist. Die Funktion der geistlichen Macht z.B. hat in unserer Kultur fast vollständig das Geld übernommen. Warum sonst gäbe es zur Primetime im Fernsehen »Börsennachrichten«. Die prächtigen Bauten der Banken sind die Kathedralen unserer Zeit. Im Grunde sind unsere Portemonnaies das, was den Indianern ihr Medizinbeutel ist. Darin sammeln die Medizinmänner heilige Gegenstände, die Macht verleihen, zu heilen oder etwas zu erschaffen, beispielsweise eine bestimmte Atmosphäre oder Stimmung. Unsere »Medizin« ist das Geld und Einkaufszentren sind unsere Tempel.

Ich möchte als Beispiel für diese religiöse Ausrichtung der Gegenwart das Buch »The Secret« (das Geheimnis) herausgreifen. Es stammt von einer australischen Journalistin und ist weltweit in 50 Sprachen erschienen und seit dem Jahr 2007 rund 20 Millionen mal verkauft worden. Nehmen wir an, dass jede Leserin und jeder Leser noch einmal drei bis vier Menschen damit »inspiriert« hat, können wir von einer Fangemeinde ausgehen, die ungefähr der Einwohnerzahl Deutschlands entspricht. Der Erfolg ist zudem repräsentativ: Viele bejahen höchstwahrscheinlich die Weltanschauung und die Glaubenssätze dieses Buches, ohne es je gelesen zu haben.

»Das Geheimnis« ist zunächst einmal denkbar einfach: Es handelt sich um das sogenannte »Gesetz der Anziehung«, das jene Journalistin entdeckt haben will als den wahren inneren Kern des Universums. Alles, was du dir wünschst, bekommst du auch, weil sich die Dinge im Universum anziehen. Wenn du dir also Reichtum, glückliche Beziehungen, Erfolg und Gesundheit wünschst, dann wird dir all das zufliegen. Wenn du aber negativ denkst, wird das Gegenteil kommen oder wahlweise bleiben: Armut, Einsamkeit, Scheitern, Krankheit. Erschreckend einfach.

Die Logik ist bestechend: Positive Gedanken haben positive Konsequenzen. Und natürlich stimmt es, dass wir kein Stück weiterkommen, wenn wir nicht unsere Vorstellungskraft einsetzen und Visionen entwickeln. Was aber, wenn es nicht klappt? Oder zumindest nicht immer? Wenn es anders kommt als erwünscht? Was, wenn eine Beziehung scheitert, jemand seine Arbeit verliert, wenn Eltern ihre Kinder beerdigen müssen, vielleicht weil sie todkrank geworden sind – um nur einige wenige dramatische Schicksalsschläge zu nennen. In der Logik von »The Secret« ist jeder Mensch am Ende selbst schuld an seiner Misere. Diagnose: Zu sehr auf das Negative fokussiert gewesen. Dumm gelaufen.

»The Secret« ist – wie jede Spiritualität nach oben – der Versuch, die Kontrolle zu gewinnen über die Dinge. Eine Spiritualität, die in der Überzeugung wurzelt, wir könnten »es« machen. Unsere ganze westliche Kultur ist von diesem Geist der Machbarkeit geprägt. Aber weder Glück noch Reichtum noch Medizin lassen sich herwünschen. Gnade lässt sich nur finden. Sie ist ein Geschenk. Keine positiven Gedanken und noch nicht einmal die größten Anstrengungen sind eine Erfolgsgarantie. Das wussten viele, die vor uns gingen. Zum Beispiel die Wüstenväter. Ihre Übungen kreisten ebenfalls um die religiösen Grundthemen: Fasten, Gebet, Enthaltsamkeit, Sexverzicht, bedingungsloser Gehorsam usw. Aber alle diese Übungen bringen uns an sich kein Stück näher zu Gott. All das dient höchstens dazu, wie Altvater Moses sagt, den Mönch »zu entmutigen« und »zur Demut zu führen«. Und wörtlich heißt es »ut se dimittat«, »damit er sich aufgebe«.

Nichts anderes verlangt Jesus im Evangelium von dem jungen Mann, der ihn um Rat fragt, was er denn tun müsse, um »das ewige Leben zu gewinnen« (Mk 10,17). Jesus fordert ihn auf, sein ganzes Geld, seinen ganzen Besitz wegzugeben und stellt ihm »einen bleibenden Schatz im Himmel« in Aussicht (Mk 10,21). Tatsächlich trifft Jesus offenbar einen wunden Punkt, denn der junge Mann ist nicht bloß betrübt, wie meist übersetzt wird, sondern er ist »entsetzt« (Mk 10,22). Er ist womöglich ein spiritueller Streber. Jesus hat ihn vor den Kopf gestoßen, ihn auf den Boden geholt, ihm gezeigt, dass ihn dieser Weg nicht ins Reich Gottes führen wird.

Jesus vertritt damit eine Spiritualität nach unten, in welcher alle Versuche, etwas zu schaffen oder einen günstigen Eindruck zu machen, aufgegeben werden. Jesus ruft regelrecht dazu auf, die Kontrolle zu verlieren und leer zu werden, um jene Erfüllung zu finden, die letztlich darin besteht, nichts anderes zu sein als das, was wir in den Augen Gottes sind. Es gilt, durchlässig zu werden für unser »wahres Selbst«, das hinter den Kulissen und Fassaden sichtbar werden kann, die unser Ego ständig hin- und herbewegt, um gut dazustehen.

Das Geheimnis dieser Spiritualität nach unten ist Wahrhaftigkeit. Es besteht darin, dass wir Ohnmacht, Scheitern, Verletzung und Wunden nicht mehr vermeiden müssen – weder bei uns noch bei anderen. Das ist der »Geist der Weisheit« (Weish 7,7), der »unzählbare Reichtümer« und »alles Gute« hervorbringt (Weish 7,11), weil er den Wert von etwas nicht rein äußerlich bestimmt. Aus dieser Haltung allein erwächst auch die Kraft zu wahrer Solidarität. Das schafft jene Gemeinschaft, von der Jesus am Ende spricht und die eine Gemeinschaft ist bis in die »kommende Welt« (Mk 10,30). In den ersten Jahrhunderten nach Christus muss dieses Geheimnis eine große Strahlkraft entwickelt haben, wie sonst wäre aus der kleinen Bewegung eine Weltreligion geworden. Was wäre, wenn dieses Geheimnis neu entdeckt und gelebt würde?

»Mit der Weisheit kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.«
Weisheit 7,7-11
28. Sonntag im Jahreskreis B

6 Kommentare

  1. Sabine Blesius

    Lieber Jan-Frerichs, diese Worte haben mich sehr berührt. Immer nur positiv Denken ist schwierig, man fühlt sich schuldig, wenn es mal nicht klappt. Ich bin ein großer Befürworter von positiven Denken und vieles ist in mein Leben getreten, zur richtigen Zeit, nicht immer so, wie ich es mir vorgestellt habe, sondern wie es für mich richtig war. Loslassen ist so eine Sache, man versucht es, weiß aber nicht, wie und ob man es geschafft hat. Keine Erwartungen haben; Glauben und Vertrauen, dass alles so wird wie es sein soll. Nicht immer einfach. Danke für Deine Worte.

    Antworten
  2. Imke

    Lieber Jan, beim Lesen hatte ich plötzlich ein Wort im Kopf: AMEN
    Ja, wie wunderbar und wie anders wäre es, wir würden gemeinsam diese Entdeckungen machen!!!
    Ja, dieser Weg ist weder immer angenehm noch schmerzfrei, aber so viel glücklicher, verbindender und befreiender!
    Danke dir für deine treffenden Worte und Erklärungen.
    Herzliche Umarmung und viel Segen wünsche ich dir!

    Antworten
  3. Carsten

    Lieber Jan,
    ich kann mich den Worten von Sabine anschließen. Deine Texte berühren mich meist sehr. Ich habe das Buch „The Secret“ nicht gelesen, ich denke aber, dass es wie in der Wissenschaft ist, wo mit Modellen versucht wird, die Wirklichkeit abzubilden. Aber man darf nie vergessen, dass diese Modelle nicht die Wirklichkeit sind!
    Positiv denken oder auch den Fokus auf die Potentiale von andren legen wohnt eine große Macht inne, aber letztendlich hängt es doch, wie Du schreibst von der Gnade Gottes ab.
    Gefährlich finde ich solche Allmachtsfantasien, wenn sie auf einen Erfolg im Sinne von persönlichen Profit aus sind. Und genau hier liegt meines Erachtens der Unterschied im Christentum. Einen positiven Weg beschreiten zum eigenen und zum Wohl deines Nächsten und in Solidarität mit allen Wesen.
    Danke für Deinen Newsletter
    Carsten

    Antworten
  4. Hedi Blech-Vidulic

    Hedi schreibt:
    Lieber Jan, dein Text war wirklich sehr schön!
    Ich bitte um eine Erklärung, da ich über die Bedeutung eines Wortes schon seit längerer Zeit nachdenke: Was ist Gottes GNADE? Wir wissen nicht, wie wir uns Gott vorstellen sollen; was, wer oder wie er ist. Er kann für uns keine menschlichen Eigenschaften haben. Was soll also dann Gottes Gnade sein? Und wer bekommt sie?

    Antworten
    • Jan Frerichs

      Ich verwende den Begriff so: Gnade ist verbunden mit einer Erfahrung von Erfüllung, einer bestimmten Art von Befriedigung oder Zufriedenheit. Ich mag dafür das Wort “Shalom”, hebräisch Frieden, das nicht die Abwesenheit von Krieg oder Konflikten bezeichnet, sondern so etwas wie Ganzheit. Diese Erfahrung kann niemand aus sich allein heraus herstellen. Gnade ist ein Geschenk. Wir können den Raum bereiten, damit die Erfahrung von Gnade möglich wird, aber der Geist weht bekanntlich, wo er will. Gnade ist auch nichts, was festgehalten werden könnte. Gnade ist immer im Augenblick. Fasst Du sie in Worte, ist sie bereits Vergangenheit. Folgende Geschichte aus dem Buch Exodus macht das deutlich:

      Ex 33
      11 Der HERR und Mose redeten miteinander von Angesicht zu Angesicht, wie einer mit seinem Freund spricht. …
      12 Mose sagte zum HERRN: Siehe, du hast zwar zu mir gesagt: Führ dieses Volk hinauf! Du hast mich aber nicht wissen lassen, wen du mit mir sendest. Du hast doch gesagt: Ich habe dich mit Namen erkannt und du hast Gnade in meinen Augen gefunden.
      13 Wenn ich wirklich Gnade in deinen Augen gefunden habe, so lass mich doch deine Wege erkennen, dass ich dich kenne und Gnade in deinen Augen finde, und siehe, diese Nation ist dein Volk!
      14 Da sagte er: Mein Angesicht wird mitgehen, bis ich dir Ruhe verschafft habe.
      15 Da entgegnete er ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitginge, dann führe uns nicht von hier hinauf!
      16 Woran soll man erkennen, dass ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, ich und dein Volk? Doch wohl daran, dass du mit uns ziehst. Und dann werden wir, ich und dein Volk, vor allen Völkern auf der Erde ausgezeichnet werden.
      17 Der HERR erwiderte Mose: Auch das, was du jetzt verlangt hast, will ich tun; denn du hast Gnade in meinen Augen gefunden und ich kenne dich mit Namen.
      18 Dann sagte er: Lass mich doch deine Herrlichkeit schauen!
      19 Da sagte er: Ich will meine ganze Güte vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des HERRN vor dir ausrufen. Ich bin gnädig, wem ich gnädig bin, und ich bin barmherzig, wem ich barmherzig bin.
      20 Weiter sprach er: Du kannst mein Angesicht nicht schauen; denn kein Mensch kann mich schauen und am Leben bleiben.
      21 Dann sprach der HERR: Siehe, da ist ein Ort bei mir, stell dich da auf den Felsen!
      22 Wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, stelle ich dich in den Felsspalt und halte meine Hand über dich, bis ich vorüber bin.
      23 Dann ziehe ich meine Hand zurück und du wirst meinen Rücken sehen. Mein Angesicht kann niemand schauen.

      Antworten
  5. Irmgard Nowak

    Lieber Jan. Vielen Dank für deinen berührenden news letter. Mich hat die Passage von den Wüstenvätern in Verbindung mit dem Evangelium sehr beschäftigt. Dieses Leerwerden, sich selbst Aufgeben ist ein hoher Anspruch. Das ist mir nochmal so klar geworden. Deine Ausführungen bringen vieles nochmal auf den Punkt. Liebe Grüße

    Antworten

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