Die Würde der Untröstlichkeit

Nächstenliebe kommt gut an und Christen sind großartig darin, sich um Kranke, Arme und Ausgestoßene zu kümmern. Der Westen im Lebensrad erinnert aber daran, dass auch die Untröstlichkeit zum Leben gehört. Wie damit umgehen?

Mit dem Schatten tanzen

Da stößt ein Mann aus heiterem Himmel und ohne erkennbaren Grund eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vom Bahnsteig. Die Mutter kann sich gerade noch retten. Der Junge wird überrollt und stirbt. Was für eine grauenhafte Tat. So eine Nachricht konfrontiert uns mit einer abgründigen Realität: Das Leben ist auch unsicher, bedroht und kann jederzeit zerbrechen oder zerbrochen werden. Wie gehen wir damit um?

Nackt dem nackten Christus folgen

Nacktheit steht in der christlichen Tradition meist in Verbindung mit Schweiß, Blut und Tränen. Wenn schon körperlich, dann muss es wehtun? Aber Jesus war kein asketischer Miesepeter. Er feierte gern und ließ sich von Frauen zärtlich berühren. Was heißt das für die, die ihm wirklich folgen wollen?

Blasphemische Fleischlichkeit?

Der größte Irrweg des Christentums ist seine weit verbreitete und tiefsitzende Körperfeindlichkeit. Solange sie nicht überwunden wird, erleben wir nur ein beschränktes, blutleeres und menschenfeindliches Christentum. Das Lebensrad weist darauf hin, dass der Körper, Seele und Geist eine Einheit sind. Wie konnte das in Vergessenheit geraten?

Du BIST Christus

Das Christentum steckt praktisch noch in den Kinderschuhen, denn sehr oft ist die Radikalität und Universalität seiner Botschaft entweder nicht verstanden oder schlimmstenfalls sogar verfälscht worden. Viele Christen glauben in Wahrheit gar nicht an Christus, sondern an »die Kirche«, eine bestimmte Tradition oder was auch immer. Wenn man ihnen sagt, dass sie Christus SIND und SEIN sollen, halten sie es vermutlich sogar für Blasphemie.

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