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Der Unordnung trauen

»Sei ordentlich«, »räum’ auf« und ähnliche Antreiber lassen uns glauben, Ordnung sei gut – Unordnung sei schlecht. In Wahrheit geht es nicht ohne Unordnung: Ohne sie keine Kreativität, ohne sie kein Leben. Auch der Weihnachtsfrieden hat eine Schattenseite, ohne die es Weihnachten gar nicht gäbe.

Im Kreislauf des Lebens

Unsere westliche Tradition erinnert uns immer wieder daran, dass die Natur die »erste Bibel« ist. Das bedeutet, sie ist nicht nur irgendeine Spur, die Gott hinterlassen hat. Sie ist der Ort seiner Gegenwart. Das Lebensrad ist ein Werkzeug, das uns hilft, diese »erste Bibel« zu lesen und zu verstehen.

Frucht bringen

Niemand würde bestreiten, dass es erstrebenswert ist, das Leben zur Blüte zu bringen: Die eigenen Ziele verwirklichen, aufrecht gehen, strahlen, erfolgreich sein. Das sollten wir jedem wünschen. Allerdings verwechseln manche die Blüte mit der Frucht. Die Blüte ist nicht das Ziel. Sie muss verwelken, damit die Frucht sich entwickeln kann.

Der wilde Gott

Die negative Bewertung von allem »Wildfremden« hat in den vergangenen Jahrhunderten unser Selbst- und Weltbild bestimmt. Dabei ist die wilde Natur die allererste Adresse, um Gott zu begegnen.

Im Fluss

Ich frage mich, ob jenseits aller Geschäftigkeit, unter der Oberfläche von Gedanken und Plänen, Pflichten und Sorgen, ein tiefes Wissen darum liegt, wie und wer Gott ist?

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