Aufgeben können

»Du kannst alles tun, aber gib niemals auf!« Klingt ermutigend? Nein. Sagen wir doch, wie es in Wahrheit ist: erdrückend und stressig. Hier kommt ein deutliches »Stop!«. Und eine Erinnerung daran, dass »aufgeben« und »loslassen« können zu den zentralen Tugenden des Christentums zählt, auch wenn ausgerechnet Christen das ziemlich oft vergessen haben. Wie konnte das passieren?

Gewissheit

Wer »in die Wüste« geht, begibt sich auf unsicheres Terrain. Eine Übung, die sich in vielen Kulturen und Traditionen findet, und die dazu dient, Zugang zu tiefer innerer Gewissheit zu finden. Über sich selbst, über Berufung, den eigenen Platz und die Gabe für die Welt. Allerdings hat diese Gewissheit kaum etwas mit Wissen zu tun. Viel mehr aber mit Mut, Vertrauen und Hingabe.

Haben oder Sein

Nur wer nichts besitzt, dem kann alles geschenkt werden. Das ist die Armut Jesu und die Armut, die Franz von Assisi suchte. Es geht dabei allerdings nicht darum, möglichst alles »Materielle« oder »Weltliche« zu meiden. Es geht darum, jeglichen »Besitzanspruch« loszulassen.

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