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Es gehört zu den schwierigsten Dingen, die wir durchleben, den Verlust eines Menschen zu betrauern, der noch am Leben ist.

Viele fürchten Tod und Sterben. Nicht nur bei sich. Vor allem auch bei ihren Lieben.

Zu Recht.

Mir geht es genauso: Ich kann mir kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als meine Kinder zu verlieren. Zum Beispiel.

Was in unserer Kultur weniger auf dem Schirm ist: Wir verlieren einander nicht erst, wenn der leibliche Tod auf die Bühne tritt.

Ich habe meine Kinder zum Beispiel schon »verloren«.

Ich kann mich nicht an den Tag und die Stunde erinnern - das ist vielleicht anders als beim leiblichen Tod.

Aber ich weiß noch, dass ich eines Tages meine Jungs gesehen und mich gefragt habe: Wo sind meine Kinder?

Und geht es nicht genauso in Beziehungen, Freundschaften, Ehen?

Die Frage ist ja eigentlich nicht, ob das so ist, sondern wie wir mit diesen Veränderungen und Abschieden umgehen.

Wie durchleben wir diese Verluste?

Wie verabschieden wir uns?

Wie trauern wir?

Und wenn wir nicht trauern, uns nicht wirklich verabschieden und diese Verluste NICHT durchleben: Besteht dann nicht die Gefahr, dass wir praktisch steckenbleiben, ähnlich wie wenn nicht getrauert werden kann?

Ich glaube jedenfalls, dass wir zu wenig auf die kleinen Tode des Lebens schauen.

Und ich bin sicher, dass all die kleinen Abschiede und Übergänge Gelegenheiten sind, die uns auf den großen Abschied am Ende des Lebens vorbereiten. Ganz gleich, ob wir dann gehen oder andere.

Ich wünsche Dir einen gesegneten Tag.

Pace e bene

br. Jan

ATEMPAUSE

EINATMEN
Ich bin ein Teil des Lebens.

AUSATMEN
Ich muss mich nicht fürchten.

JOURNAL

Ich trauere um ...

EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS

»Ich muss nichts schaffen, ich nehme mir die Zeit, die ich brauche. Ich schaue hin zu meinen Gefühlen und Körperregungen und nicht mehr weg. Ich habe mich getrennt von meinem Partner, weil ich meine Sehnsucht nach lebendiger Partnerschaft zum ersten Mal wirklich ernst genommen habe. Ich habe eine Freundin auf dem Eremos-Weg gefunden.«

Ursula
EREMOS-WOCHEN

PERLENGEBET

... der mit uns gelitten hat.

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