Transformation erfordert ein gewisses Maß an Verzicht auf Kontrolle. Indem wir dem Leben zutrauen, sich selbst zu entfalten, erfahren wir uns als Teil von etwas Größerem. Und erst dann, wenn wir nicht mehr krampfhaft festhalten müssen, können wir die Erfahrung machen, gehalten zu sein.
»Bittet und es wird euch gegeben«, sagt Jesus in der Bergpredigt.
Und er unterstreicht es fett: Wer sucht, wird finden. Wer anklopft, dem wird geöffnet, wer bittet, empfängt.
Klingt fast nach einem Automatismus: Wenn ich es nur richtig »erbitte«, dann gehen alle meine Wünsche in Erfüllung.
Und klingt das nicht genauso, wenn heute in der spirituellen Szene von »Manifestation« die Rede ist.
Manche versuchen das sogar wissenschaftlich zu erklären – mit Quantenfeldern oder Energiegesetzen.
Aber selbst wenn es solche Zusammenhänge gäbe: Einen Automatismus gibt es nicht.
Und wenn wir ehrlich sind, uns und anderen gegenüber, dann wissen wir das alle.
Schauen wir uns doch um – bei den Menschen, die uns am nächsten stehen: Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskolleg:innen.
Jeder kennt jemanden, der krank geworden ist.
Jeder kennt jemanden, der um einen Verlust trauert (den sich die Person nicht gewünscht hat).
Kurzum: Überall geschehen Dinge, die sich Menschen auf gar keinen Fall wünschen.
Und es wäre doch zynisch und gemein, ihnen zu sagen, dass sie an ihrem Leid selbst schuld sind, weil sie ja bloß hätten »richtig« wünschen müssen.
Falls Du auch unter etwas leidest, das Du Dir nicht gewünscht hast – oder zumindest jemanden kennst, bei dem das der Fall ist –, könnte der Podcast heute für Dich interessant sein.
Auf jeden Fall wirst Du nach dem Podcast sicher unterscheiden können, ob Dir jemand unter dem Begriff »Manifestation« nur einen billigen Trick mit spirituellem Etikett andrehen will.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.
Pace e bene
br. Jan
PODCAST

ATEMPAUSE
EINATMEN
Alles, was ich brauche, …
AUSATMEN
… ist bereits in mir.
JOURNAL
»Gehalten zu sein« bedeutet für mich …
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Die Gemeinschaft, zum Beispiel im Anzünden der für die Rauhnächte ›geweihten‹ Kerze an diesem Tag, der verbundene Geist in den Tagesthemen hat mich gestärkt, einen Rhythmus für meine individuelle Praxis zu finden. Mir mit Liebe den Ort zu bereiten, um nach innen zu lauschen, ruhig zu werden und mich tragen zu lassen, hat mir sehr gutgetan und ich hoffe, meinem Herz diesen Ort weiterhin zu bereiten. Ich beginne, milder und verzeihlicher zu werden – vor allem mir selbst gegenüber. Dazu haben die wärmenden, duftenden, schützenden Rituale beigetragen.«
Anja
RAUHNÄCHTE
PERLENGEBET
… der mit uns auferstanden ist.



