Wie ein Licht sein, das niemandem beweisen muss, dass es leuchtet. Das Herz so weit, dass müde Menschen, sich darin ausruhen können. Der Grund sein, warum jemand wieder an Güte glaubt. Und daran, dass nicht alles Schöne verloren ist. Es hat doch nur leise gewartet.
»Du drängst Deinen Lesern mit ›Gott‹ etwas auf …«, schreibt mir Ralph.
Und bittet mich, das Wort »Gott« besser nicht mehr zu verwenden.
Sondern lieber etwas »Neutrales«.
Warum nicht »Universum« – oder »Kosmos«?
Ich gebe zu: Das trifft mich ins Mark.
Denn ich bin nun mal von Beruf Theologe – das bedeutet wörtlich: »von Gott sprechen«.
Und die Anfrage von Ralph ist für mich nicht nur eine theoretische, kulturhistorische Frage nach heutigen Ausdrucksformen von Religion und Spiritualität – oder so etwas.
Nein, diese Anfrage lässt mich meine eigene Unsicherheit und Scham spüren.
Die Scham, zu »denen« zu gehören, die sich Christen nennen.
Und die können nicht leugnen, dass das Christentum eben nicht nur Heil gebracht hat.
Sondern auch Dogmatismus, Machtmissbrauch und Gewalt (nicht nur spirituelle).
Christen haben andere Kontinente und Länder kolonialisiert und ganze Völker bekämpft und ermordet.
Und das wirft für mich die Frage auf, wie ich vor diesem Hintergrund eigentlich (noch) Christ sein und von Gott reden kann.
Wie weit die Lösung trägt, die Ralph vorschlägt – einfach das Wort »Gott« nicht mehr verwenden –, darum geht es im Podcast heute.
Und auch darum, ob und wie sich dieses »vergiftete Christentum« entgiften lässt.
Erst dachte ich, dass der Fastnachts- bzw. Karnevalssonntag für dieses Thema nicht so gut geeignet ist.
Aber dann ist mir aufgefallen, dass diese Zeit ursprünglich einmal genau dazu diente, sich den Dämonen zu stellen und sie beim Namen zu nennen – und einigermaßen Krach zu machen, um sie zu vertreiben.
In diesem Sinne: einen gesegneten Fastnachtssonntag.
Pace e bene
br. Jan
PODCAST

ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich darf bei meiner Wahrheit bleiben.
AUSATMEN
Meine Wahrheit löscht die anderen nicht aus.
JOURNAL
Meine spirituelle Heimat ist …
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Meine Aufgabe als Christin wurde mir auf einmal klar, unabhängig von meinen körperlichen Gebrechen und meiner seelischen Verfassung. Ich bekam Mut, meinen Standort in der Gemeinde zu beanspruchen.«
Gisela
EREMOS-WOCHEN
PERLENGEBET
… der mit uns auferstanden ist.



