
Nimm einen Apfel – aber iss ihn nicht sofort: Wo kommst Du her? Wer hat Dich gepflückt? Welche Sonne hat Dich gewärmt? Wenn wir lernen, irgendein Ding als Du zu behandeln – und nicht als toten Gegenstand –, werden wir menschlich. Und dann ist der Weg frei, Gott in allen Dingen und Wesen zu erfahren.
Beseelte Natur?
Gott in allen Dingen und Wesen erfahren?
Ein Apfel als »Du«?
Ist das nicht Schwurbelei?
Esoterik?
Traumtänzerei?
Vielleicht kennst Du solche Gedanken.
Ich habe mich mein ganzes Leben lang mit ihnen auseinandergesetzt.
Und ich habe sie auch schätzen gelernt, denn diese Gedanken und Stimmen können mich davor bewahren, abzuheben.
Sie können mich aber auch abtrennen und einsam machen.
Und ich glaube, dass solche Gedanken mitverantwortlich sind für die Art, wie wir in der westlichen Kultur mit der Schöpfung umgehen.
Und wenn ich die Welt nur noch als Ansammlung von Dingen sehe – dann bin auch ich irgendwann nur noch ein Ding unter vielen, das funktionieren muss.
Es gibt einen Ausweg aus dieser Abtrennung.
Einen Weg zurück zur Erfahrung des »Du«.
Und dieser Weg ist mühsam, denn wir können nicht einfach hinter die Aufklärung zurück.
Müssen wir aber auch gar nicht.
Der Weg, den ich seit Jahren gehe, führt nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.
Wie dieser Weg aussieht, ist Thema im Podcast heute.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Palmsonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Mutter Erde, ich höre Dein Lied.
AUSATMEN
Mutter Erde, ich schmecke Dein Leid.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich gehe in den Wald, nur Regen und Bäume. Wenn ich über die Schwelle trete, berührt mich der Baum, wird zu meinem gestorbenen Vater, und der Regen wird zu meinen Tränen. Erst die Beobachtung gibt den Dingen ihre Bedeutung. Welle oder Teilchen? Gott oder Nichts? Ich als Betrachter entscheide es für mich. … Das gefällt mir, obwohl ich eher an Nichts glaube UND damit Gott meine. Ich entscheide, damit heute glücklich zu sein.«
Dieter
BARFUSS+WILD



