
Mögen die schweren Stunden Deines Lebens nicht über Dich kommen wie eine fremde Macht, sondern Dich tiefer führen in das Wissen um Dich selbst. Denn vielleicht wird in jedem Rückschlag, in jeder Unterbrechung, in jedem mühsamen Schweigen jene stille Festigkeit gebildet, die nicht aus dem Ich kommt, sondern aus dem verborgenen Grund des Seins.
Das große Geheimnis des Osterfestes liegt für mich schon lange nicht mehr allein im Ostersonntag.
Und auch nicht im Karfreitag.
Sondern dazwischen: im Karsamstag.
Leider haben wir diesen Zwischentag in den vergangenen Jahrhunderten ein wenig aus den Augen verloren.
Der Karsamstag ist kein leerer Tag, an dem bloß geputzt wird.
Es ist der Tag des großen UND, das Tod und Auferstehung verbindet.
Die Karsamstags-Spiritualität holt uns raus aus dem Entweder-oder-Denken.
Entweder ich bin gesund oder ich bin krank.
Entweder es ist richtig oder es ist falsch.
Das taugt für die erste Lebenshälfte.
Das taugt für den Alltag.
Aber in Situationen, in denen es um mehr, vielleicht um Leben und Tod geht – wie eben am Karfreitag –, da führt uns das Entweder-oder nicht weiter.
Da braucht es das UND.
Und einen Blick, der weiter und tiefer schaut und uns auf den Grund schauen lässt, der uns trägt.
Was es braucht, um in dieser Karsamstags-Spiritualität heimisch zu werden, darum geht es im Podcast heute.
Ich wünsche Dir ein gesegnetes Osterfest.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich halte inne …
AUSATMEN
… und spüre meinen Atem.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Im Moment ist bei mir eine Phase einer großen Veränderung zu durchleben … – jeder Schritt ein Rätsel und ein Wagnis. Noch schwieriger empfand ich aber die vielen, vielen Monate zuvor, wo sich die Veränderung wie Gewitterwolken schwarz auftürmte, ohne dass ich sie greifen konnte. Ob sich so die Raupe fühlt, bevor sie sich in ihrem Kokon auflöst? Und ob tatsächlich eine Wandlung gelingt? Ich sehne mich so sehr danach und hoffe und bete darum, auf einem Weg zu sein, den ich gehen kann.«
Jutta
BARFUSS+WILD



