
Ich habe aufgehört, alles tragen zu wollen. Nicht weil mir die Hände müde geworden wären, sondern weil ich verstanden habe: Das Wesentliche lässt sich nicht tragen. Es trägt uns.
Ich wollte in diesem Frühjahr Kartoffeln pflanzen.
Hatte ich mir fest vorgenommen.
Aber es reicht die Kraft dafür nicht – und es gibt zu viel anderes, das getan werden will.
Wenn ich zehn Jahre zurückschaue, hätte ich das einfach auch noch gemacht.
Zusätzlich.
Und manchmal frage ich mich, wie ich das damals alles geschafft habe.
Nun wird es also in diesem Jahr keine Kartoffeln geben.
Und ich übe, damit im Frieden zu sein.
Ich übe mich im Loslassen.
Das »Müssen« loslassen.
Und das ist etwas anderes, als es loszuwerden.
Dann würde ich ständig darüber nachdenken, wie ich Aufgaben, Termine, Verpflichtungen loswerde, um dann vielleicht endlich all das tun zu können, was ich wirklich will.
Loslassen bedeutet, Raum zu schaffen für das, was jetzt dran ist. Und das können Aufgaben, Termine, Verpflichtungen sein. Und es kann sein, dass ich entscheide, dass Kartoffeln jetzt wichtig sind.
Loslassen stärkt die Autonomie.
Wenn Du mitüben willst, dann könnte der Podcast für Dich eine kleine »Anstiftung« sein.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Schwäche zeigen …
AUSATMEN
… ermöglicht Begegnung.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich würde mich manchmal gerne mehr zurückziehen und auf mich selber schauen, weil ich durchaus merke, dass ich auf dem Zahnfleisch krieche … Aber ich finde den Weg nicht und weiß nicht, wie ich denn auch einmal für mich da sein könnte. Das macht mir auch unter anderem große Angst – was, wenn ich mich mal auf mich konzentrieren MUSS und es nicht kann?«
Astrid
PODCAST



