
Mitten im Gelärm das innere Schweigen bewahren. Offen, still, feuchter Humus im fruchtbaren Dunkel bleiben, wo Regen fällt und Saat wächst – stapfen auch noch so viele im trockenen Tageslicht über die Erde in wirbelndem Staub.
Dag Hammarskjöld (1905-1961)
Es gibt ja diesen Satz: »Das Genie überblickt das Chaos« – über den ich mich viele Jahre geärgert habe.
Denn letztlich haben damit doch nur die Chaoten ihre Unordnung rechtfertigen wollen. Das war lange meine Überzeugung.
Und die hat tiefe Wurzeln.
Unordnung ist nicht gut – mit diesem Glaubenssatz bin ich großgeworden.
Und habe mich daran abgearbeitet und hart angetrieben, gegen die eigene Unordnung anzukämpfen.
Und entsprechend streng kann ich mit anderen sein, wenn sie die Ordnung durcheinanderbringen.
Ich gehöre deshalb auch zu den Menschen, die beim Aufräumen mit großer Verve beginnen und dann irgendwann merken, dass sie nicht fertig werden können, weil die Zeit zu knapp ist.
Und dann stopfe ich den Rest in irgendeine Schublade und lasse die Unordnung einfach verschwinden.
Und so versuche ich, meinem Glaubenssatz gerecht zu werden: »Unordnung ist nicht gut.«
Gott sei Dank bin ich irgendwann im Leben ein paar weisen Mystikern und Mystikerinnen begegnet.
Und sie haben mich aufmerksam darauf gemacht, mit welcher Anmaßung ich unterwegs bin: die Unordnung beseitigen.
Und sie haben so die Grundlage dafür gelegt, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, im Lärm und Chaos der Welt unterzugehen, sondern schwimmen zu können.
Was es dafür braucht und worauf Du dabei achten musst, das erzähle ich im Podcast heute.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich höre auf die Stille.
AUSATMEN
Ich spüre mein Lebendigsein.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich kann mehr im Moment sein, lauschen auf mein Inneres und nicht so sehr auf das Außen. Sehr berührt haben mich die Symbole draußen und Resonanzen in mir. Alles gehört zusammen, und ich nehme IMMER etwas mit von draußen.«
Werner
WILDE WEISHEIT



