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Der Igel, der sich im Laub einrollt, ist ganz Stachel. Wenn er weiterkommen will, muss er sich öffnen, und seinen weichen Bauch der Erde hinhalten. So sind auch wir gebaut: Was uns schützt, ist nicht alles, was wir sind. Und es braucht Orte, die uns ermöglichen, unser Innerstes sichtbar werden zu lassen. Unsere Weichheit und unsere Verwundbarkeit sind nicht unsere Schwächen, sondern das, was uns in die Freiheit führt.

Schon seit längerer Zeit habe ich den Eindruck, dass sich eine seltsame Erschöpfung breitmacht – und dass das etwas Kollektives ist.

Bei mir selbst erlebe ich diese Erschöpfung zum Beispiel bei Terminen, auf die ich mich eigentlich freue: Dienstags, wenn der Chor hier singt, habe ich aber oft schon mittags den heftigen Wunsch, den ganzen Abend lieber auf dem Sofa zu verbringen.

Nun bin ich der Chorleiter und kann nicht zu Hause bleiben – und jedes Mal bin ich nach dem Singen froh, dass ich hingegangen bin. Denn es hat mir gutgetan.

Vielleicht kennst Du solche Situationen.

Diese Erschöpfung ist deshalb seltsam, weil Erschöpfung eigentlich etwas Natürliches ist.

Die Jahreszeiten lehren es uns: Kein Sommer währt ewig, sondern erschöpft sich in den Herbst und Winter hinein.

Das gilt so für den Kosmos, in dem wir leben.

Und jeder Mensch ist ein kleiner Mikrokosmos.

Es wäre also nicht besonders klug, Erschöpfung vermeiden oder beseitigen zu wollen – und so den Herbst oder Winter zu überspringen.

Genau so kommt mir das aber vor: Dieses Abschotten und Einigeln ist wie ein missverstandener »Winterschlaf« – kein Ausweg aus der Erschöpfung, sondern ein Fluchtreflex, der uns am Ende das nimmt, was uns eigentlich aus der Erschöpfung herausführen könnte.

Was das ist und wie ein natürlicher Ausweg aussehen könnte, darum geht es heute im Podcast.

Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.

Pace e bene

br. Jan

PODCAST

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ATEMPAUSE

EINATMEN
Ich darf mich abgrenzen.

AUSATMEN
Hingabe bedeutet nicht Selbstaufgabe.

JOURNAL

Meinen »weichen Bauch« zeige ich …

EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS

»Ich schätze die wunderbare Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, und die Wertschätzung, die trägt. Was ich kennenlernen durfte ist, dass eine Wahrheit die andere Wahrheit nicht auslöscht. Zu lange war ich am Arbeitsplatz dem Mobbing & Bossing ausgesetzt. So hatte ich dort jahrelang keine Chance für inneres Wachstum, weil der Schmerz, falsch zu sein, tagtäglich transportiert wurde. Im ganzen Aufbau des Lagerfeuers und dem intensiven, offenen und klaren Austausch in den Kleingruppen wurde mein Erzählen und Erleben das erste Mal nicht in Frage gestellt. So durfte ich langsam und zunächst fast nicht spürbar wachsen. Die Rückmeldungen meiner Veränderung aus meinem Freundeskreis brachten mich dann auch weiter.«

Christiane
LAGERFEUER

PERLENGEBET

… der mit uns auferstanden ist.

Lagerfeuer - Vom Überfluss zum Leben im Fülle
Sieben Geheimnisse - Ein uraltes Gebet neu entdeckt...

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