
Ich lege die unerhörten Bitten wie Steine am Wegesrand ab und zähle immer seltener all die Dinge, die ich nicht bekommen habe. So habe ich die Hände frei für die vielen unerwarteten Geschenke, die mir unverlangt zuteil werden – wie die Wildblumen am Wegesrand.
»Das wäre doch nicht nötig gewesen« – hast Du das auch schon mal gesagt?
Wenn jemand zur Geburtstagsfeier mit einem Blumenstrauß erscheint.
Wenn jemand Dir unerwartet etwas schenkt.
Natürlich wäre »es« nicht nötig gewesen – aber das ist ja nun einmal das Wesen eines Geschenks.
Und möglicherweise steckt hinter dieser kleinen Floskel ein sehr alter Glaubenssatz: »Geben ist seliger denn Nehmen.«
Und das heißt: Erst leisten, dann empfangen.
Wer nimmt, ohne vorher gegeben zu haben, macht sich verdächtig.
Es wird Zeit, Geben und Nehmen nicht länger gegeneinander auszuspielen.
Sondern zusammen zu denken.
Was wäre, wenn Nehmen genauso »selig« wäre wie Geben.
Empfangen zu können ist keine Schwäche, sondern Teil eines natürlichen Kreislaufs.
Wie ich zurückgefunden habe in diesen Kreislauf des Lebens, erzähle ich Dir im Podcast.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich muss nichts beweisen.
AUSATMEN
Ich bin immer würdig.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»… und weil die schönsten Dinge unerwartet geschehen, ist das für mich ein Beweis, das Leben meint es gut mit mir, da weiß jemand, da weiß etwas, was ich gerade brauche.«
Gritt
SEELENFUTTER



