
Das größte Glück kann sehr klein sein. Deshalb würde ich immer zuerst die kleinen Momente notieren: Die zärtliche Geste. Das Lächeln. Die Hand, die sanft durchs Haar fährt. Die Fülle des Lebens ist immer da. Nur mein Blick ist oft verhängt. Rufe ich sie jedoch beim richtigen Namen, zeigt sie sich.
»In der Kirche, da darf man nur flüstern.«
Denn die Kirche ist ein »heiliger Raum«.
Viele von uns haben das so gelernt.
Und trennen daher ganz strikt das Heilige vom Profanen.
Drinnen – heilig.
Draußen – profan.
Dieses »Heilige« erscheint bald unnahbar und manchmal sogar furchteinflößend.
Und dann bleibe ich doch lieber draußen.
So ging es mir auch lange – bis ich gelernt habe, heilig und profan nicht mehr zu trennen, sondern zu verbinden.
Und siehe da: Vieles, was mir zuvor klein erschienen oder gar nicht aufgefallen war, bekam nun eine Bedeutung.
All die kleinen Zeremonien des Alltags.
Angefangen vom Morgenkaffee bis zum Blick in die Sterne am nächtlichen Himmel, wenn ich das Tor schließe.
Das Heilige findet für mich nicht nur in der Kirche statt, sondern auch in der Küche.
Und warum mir Kirchen trotzdem noch wichtig sind, das erzähle ich Dir im Podcast.
Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Wo ich bin, ist Leben.
AUSATMEN
Wo ich bin, ist Liebe.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich versumpfe immer wieder im Gefühl von Sinnlosigkeit und muss dann arbeiten, um wieder rauszukommen. Was mir an diesen Tagen dann hilft, ist mein Dankbarkeitstagebuch. Jeden Tag mindestens fünf Dinge, Situationen aufschreiben, für die ich dankbar bin. Es sind oft kleine Sachen, aber die Konzentration darauf ist schon hilfreich, mein Leben wieder anders zu sehen.«
Angela
BARFUSS+WILD



