
Wir haben gelernt, dem Verstand zu vertrauen, weil er laut ist und plausible Gründe nennt. Aber da ist etwas in uns, das schon weiß, wenn der Verstand noch grübelt oder diskutiert. Stiller. Älter. Wahrer. Nicht laut genug, um gehört zu werden – wenn wir nicht lernen, wirklich nach innen zu lauschen.
Ich bin ein Kopf-Mensch.
Da kann ich nicht viel dran ändern, das gehört zu meiner Persönlichkeit.
Konkret heißt das: Gedanken schieben sich vor die Wirklichkeit.
Und ich bin dann sehr damit beschäftigt, meine Gedanken zu prüfen – sind sie wirklich wahr?
Vielleicht kennst Du das auch: »Wie hat der wieder geguckt? Was hat sie damit gemeint? Bezieht sich das auf mich?«
Solche Gedanken springen ständig wie Affen in meinem Kopf herum.
Monkey Mind nennt das die buddhistische Tradition.
Heute weiß ich: Diese Affen lassen sich nicht bändigen oder zähmen. Die sind einfach da.
Und wenn ich versuche, sie irgendwo zur Tür rauszuschieben, kommen sie durchs Fenster wieder rein.
Die gute Nachricht lautet: Ich muss diese innere Unruhe gar nicht »bändigen«.
Es gibt etwas, das liegt hinter oder unter dieser Unruhe.
Ein tiefes Wissen, das schon da ist, bevor die Gedanken kommen.
Und wenn ich meine Aufmerksamkeit dorthin richte, fällt es mir sehr viel leichter, mich von meinen Gedanken unabhängig zu machen.
Ja, das braucht ein bisschen Übung. Und falls Du jetzt denkst: Ach so, Meditation …
Nope: Was ich meine, findet nicht auf dem Meditationshocker statt (wenngleich Meditation ein wunderbarer Ausgangspunkt sein kann, um sich für dieses tiefe Wissen zu öffnen).
Das, was ich meine, braucht überhaupt keine besondere Technik oder irgendwelche Bedingungen.
Aber es erfordert tatsächlich ein bisschen Mut.
Wie Du an dieses tiefe Wissen kommst – davon erzähle ich im Podcast.
Ich freu mich, wenn Du reinhörst.
Und wünsche Dir einen gesegneten Pfingstsonntag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich nehme die Fragen meines Lebens an.
AUSATMEN
Alle Antworten wohnen bereits in mir.
JOURNAL
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich konnte erkennen und dann auch erfahren, dass wirklich alles im Körper beginnt. Das war mir so noch nicht bewusst. Eine sehr wichtige Erkenntnis! Nachdem ich dieses Jahr schon einige Krankheiten inklusive Krankenhausaufenthalten zu durchleben hatte, ist das ein ganz wichtiger Punkt, und ich habe begriffen, mein Körper verdient viel mehr Fürsorge und Beachtung! Als Kopfmensch ein schwerer, aber auch gangbarer und interessanter Weg, mehr ins Spüren zu gelangen.«
Renate
WILDE WEISHEIT



