
Ich fühlte den Drang, eine große Pilgerreise zu machen. Also saß ich still für drei Tage.
Hafis (1325-1390)
Manchmal ist es gut, erst mal gar nichts oder sogar das Gegenteil zu tun.
Zum Beispiel: die andere Wange hinhalten, wenn man geschlagen wird (Mt 5,39).
Das kommt Dir seltsam vor?
Das könnte daran liegen, dass Du gelernt hast, dieses Hinhalten als eine Art Selbstdemütigung zu betrachten.
Ist es aber nicht.
Es ist eine paradoxe Intervention, die – in diesem Fall – den Feind überraschen soll.
Und so wird das Gegenteil zum Ausdruck einer Freiheit: Ich fühlte den Drang, zurückzuschlagen. Also hielt ich die andere Wange hin.
Die Frage ist: Bist Du so frei, auch ganz anders zu handeln?
Und Freiheit VON allem bedeutet in diesem Fall Freiheit FÜR das, was jetzt wirklich dran ist.
Probier es einmal aus: Welche Situation fällt Dir ein, in der es Dich gedrängt hat oder aktuell drängt, auf eine bestimmte Weise zu handeln?
Dann stell Dir vor, Du tust das Gegenteil.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
Pace e bene
br. Jan
ATEMPAUSE
EINATMEN
Ich halte inne …
AUSATMEN
… und sehe die Wunder, die das Leben bereithält.
JOURNAL
Wenn ich das Gegenteil tue …
EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS
»Ich stehe gerade am Übergang in den Ruhestand. Da empfinde ich die Schwellenzeit als besonders wertvoll. Ich bin noch in diesem Zwischenraum! Manchmal balanciere ich noch auf der Schwelle!«
Britta
WILDE WEISHEIT
PERLENGEBET
… der mit uns nackt geboren ist.



