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Geh in Sicherheit, denn Du hast ein gutes Weggeleit. Geh, denn der Dich geschaffen hat, hat Dich geheiligt. Er hat Dich stets behütet wie eine Mutter ihr Kind und Dich mit zärtlicher Liebe geliebt.
Klara von Assisi (1193–1253)

Kannst Du Dich an den Tag erinnern, an dem Du Deinen Kinderglauben verloren hast?

Bei mir war das der Tag, an dem meine Großmutter starb.

Ganz plötzlich – durch einen Autounfall.

Für mich ist an diesem Tag nicht nur das Familiengefüge zusammengefallen, das meine Kindheit geprägt und mir Sicherheit gegeben hatte.

Ich habe auch meinen Kinderglauben endgültig verloren.

Der Gott, der uns »stets behütet wie eine Mutter ihr Kind«, der uns »mit zärtlicher Liebe« liebt – war nicht mehr da.

Und wo bitte war der Schutzengel, als meine Großmutter gestorben ist?

Das war keine Frage, die ich mir so gestellt habe.

Das war ein Gefühl, das meine Wahrnehmung von diesem Tag an prägen sollte.

Aus dem Kinderglauben war ein Zweifel geworden: Ob die Bilder und Geschichten, die man mir erzählt hatte, noch eine Bedeutung hatten? Ich wusste es nicht mehr.

Rückblickend bin ich immer noch traurig.

Ich bin aber heute auch dankbar für diese Herausforderung.

Mein Kinderglaube ist zwar niemals zurückgekehrt, aber er hat sich – würde ich heute sagen – gewandelt.

Aus dem Zweifel heraus ist mir etwas erwachsen, das viel tiefer und umfassender ist als mein Kinderglaube es je hätte sein können.

Was das ist, erzähle ich Dir im Podcast. Und nur so viel vorweg: Heute weiß ich, wo der Schutzengel war, als meine Großmutter starb.

Ich wünsche Dir einen gesegneten Sonntag.

Pace e bene

br. Jan

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ATEMPAUSE

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Ich muss mein Herz nicht beschützen.

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Mein Herz beschützt mich und meine Würde.

JOURNAL

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EINE STIMME AUS DEM GROSSEN KREIS

»Ich liebe es, mich auf dem Wasser zu bewegen, es ist wunderbar, die Natur zu erleben und das Getragenwerden vom Fluss sowie das Einswerden mit der Kraft des Wassers, der man nicht wirklich mit Gewalt entgegentreten kann – man muss lernen, dieser Kraft zu vertrauen und sich ihr anzupassen. Hat man das entwickelt, hört das Denken auf, du wirst geführt und getragen, auch wenn du natürlich dein Paddel nutzt, aber mit dem Fluss und mit der Strömung, nicht stur gegen sie. Auch die Gegenströmung kann man nutzen, wenn man sich ihr anpasst. Das erlebe ich auch im Wald oder in der Heide: Das stets bestimmende Ich wird klein, die Welt wird zum Wunder. Der Schöpfer ist einfach da – er braucht keinen Namen, er ist einfach der, der da ist, bei dir ist.«

Hubert
BARFUSS+WILD

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… der mit uns auferstanden ist.

Sieben Geheimnisse - Ein uraltes Gebet neu entdeckt...

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